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Bericht über die FATP – Tagung
Das erste persönliche Treffen der Delegierten nach der Gründung des Internationalen Vereinsverbands FATP stand ganz im Zeichen des Weltkongresses in Münster und der Weiterführung der inhaltlichen Angelegenheiten.
Nachdem die Anfangsschwierigkeiten der Organisation im ersten Jahr bewältigt wurden und wir es auch noch rechtzeitig schafften, einen Stand in bester Lage in der Halle Münsterland beim Weltkongress mit Power Point Präsentation, Roll Up , Postern und permanenter Besetzung zu organisieren, konnten wir sehr gute Kontakte in alle Welt knüpfen und uns ins Gespräch bringen.
Der Stand hatte sehr guten Zulauf und es hat sich einmal mehr gezeigt,, dass wir mit dem FATP und der Gründung des Internationalen Vereinsverbands Europa- weit etwas Einzigartiges ins Leben gerufen haben und unser Slogan „ Gemeinsam für Qualität `` sorgte für großes Interesse im europäischen Umfeld.
Bei der an den Kongress anschließenden Delegiertenversammlung haben wir uns dann in erster Linie mit der Übersicht der Qualitätsstandards, der Ausformulierung des ethischen Codes und der Erstellung der neuen Homepage beschäftigt.
Diese Bereiche sind abgehandelt und auf den Weg gebracht.
Es war ein sehr arbeitsintensives Wochenende , direkt im Anschluss an den Weltkongress, aber wir haben sehr viel geschafft und fuhren alle mit der Gewissheit , ein effektives Arbeiten hinter uns zu haben, nach Hause.
Die nächste Delegiertenversammlung findet im August 2010 in Holland statt.
Dazwischen gibt es skype –Konferenzen.
Dieses technische Mittel ist bei anstehenden Entscheidungen ( Del.vers. ) und in der Vorstandsarbeit aufgrund der weiten Entfernungen über 4 Länder ein segensreiches Mittel, es hat sich jedoch auch herausgestellt, dass der Kontakt an einem Tisch bei inhaltlichen und zwischenmenschlichen Fragen unumgänglich ist.
Deshalb wird auch zukünftig der Ritus der jährlichen persönlichen Zusammenkunft aller Delegierten im Wechsel bei jedem Mitgliedsverband beibehalten werden.
Cornelia Zwolinski, 1. Vorsitzende FATP
Bericht über den XIII. Internationalen Kongress für Therapeutisches Reiten in Münster
Unter dem Titel- Horses for Body, Mind and Soul- trafen sich vom 12.-15. August 2009 Hunderte von Fachleuten aus aller Welt in Münster. In vielen Fachvorträgen hatte man die Möglichkeit, sich über die gesamte Bandbreite des Therapeutischen Reitens zu informieren. Einmal über den eigenen Tellerrand schauen, mit Therapeuten und Pädagogen aus den verschiedensten Richtungen Gespräche führen und diskutieren, dass macht den Reiz einer solchen Veranstaltung aus. Haben wir hier in Europa schon einen hohen Qualitäts – und Ausbildungsstandart, so trifft dieses z.B. für Mittel- und Südamerika nicht immer zu. Es werden viele unterschiedliche Projekte in diesen Ländern angeschoben (oft von Therapeuten aus dem deutsch-sprachigem Raum). Die SG-TR hat sich auf dem Kongress professionell präsentiert. Auf dem Stand der FATP wurden wir konkret um „Entwicklungshilfe“ gebeten. Es gibt dort kaum ausgebildete Reittherapeuten und Therapiepferde. Wie eine solche Unterstützung aussehen könnte, muss in den jeweiligen Verbänden erarbeitet werden. Denn eines haben wir alle gemeinsam, und das ist das Wissen über die positive Wirkung der Pferde auf uns Menschen. Neben den vielen positiven und interessanten Erfahrungen, sieht man aber auch immer wieder Bilder vom Einsatz der Therapiepferde, die ich sehr kritisch bewerte. Hier müsste aus meiner Sicht eine länderübergreifende Diskussion über die ethischen Normen des Einsatzes des Pferdes zu therapeutischen Zwecken geführt werden. Mit vielen Therapeuten kann man offen und konstruktiv über dieses Thema diskutieren, andere wiederum sind von ihrem Tun völlig überzeugt und verschließen sich solchen Überlegungen. Ich jedenfalls gehe mit großem Selbstbewusstsein und dem Wissen meiner guten Ausbildung durch die SG-TR in solche Diskussionen. Neben den vielen Referaten gab es auch einige interessante Vorführungen mit Pferden zum Thema Therapeutisches Reiten. Hier hat mich besonders Susanne von Dietze mit ihrer Demonstration - Balance in der Bewegung - beeindruckt. Natürlich darf bei einer solchen Großveranstaltung eine richtige Galashow nicht fehlen. Am Samstagabend konnten sich die Kongressteilnehmer durch eine großartige Show rund ums Pferd verwöhnen lassen. In drei Jahren findet in Athen der nächste Weltkongress statt. Auch wenn man Zeit und Geld investieren muss, eine Teilnahme an einem solchen Event lohnt sich allemal. Den auch hier gilt wie beim therapeutischen Reiten- Beziehung initiieren, ausbauen und pflegen- in diesem Prozess ist dann vieles möglich.
Gerd Dreisbach |